Das Spiel hatte kaum begonnen, lagen die Portos vorn. Nach einem Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum brachte Fred seine Farben mit einem platzierten Kopfball neben den Pfosten in Führung, sein vierter Treffer in Folge (2.). Der Trainer zeigt, wie´s gemacht wird. In der Folge hatten die Portos mehr vom Spiel, versäumten es aber, nachzulegen. So ließen sie sich mit zunehmender Spieldauer von den engagiert in die Zweikämpfe gehenden Mesos den Schneid abkaufen. Die wieselflinken und technisch starken Gäste drückten zusehends dem Spiel ihren Stempel auf. Mitte der ersten Halbzeit kamen sie zum Ausgleich, das Tor ein Abziehbild des Führungstreffers. Ein Freistoß von halbrechts wird per Kopf in die Maschen befördert zum 1:1 (25.). Bis zur Halbzeit erhöhten die Mesos unterstützt von anfeuernden Pfiffen ihrer Zuschauer den Druck, allerdings ohne Torerfolg.
Wer nach der Pause auf eine Reaktion der Portos gehofft hatte, sah sich nach fünf Minuten enttäuscht. Ein schneller Angriff über den Flügel, eine Flanke nach innen und der Stürmer setzt sich durch und trifft zum 1:2. Die Portos reklamierten Foulspiel, aber der Schiri, der zu viel durchgehen ließ, verlor zusehends die Kontrolle über das Spiel. Für den nächsten Rückschlag sorgten die Portos aber selbst. Bei einer Ecke wollten sie eine neue Variante probieren. Diese endete im Desaster bzw. in einem blitzschnellen Konter, den die Mesos mit einem Tor zum 1:3 abschlossen (55.). Auch das nächste Tor entwickelte sich ähnlich: eine schnelle Balleroberung der Mesos endete mit einem Pass in den Strafraum. Uwes Abwehrversuch misslang, der Torschuss des Angreifers zum 1:4 nicht (57. Minute). Immerhin kamen die Portos durch einen schönen Treffer noch einmal heran. Eine Flanke legte Fred per Kopf auf für Luis, der den Ball über die Linie bugsieret. Dann gab der Schiri eine klare rote Karte nach Foul an Uwe nicht. Vielleicht wäre mit einem Mann mehr noch etwas gegangenen, zumal Ricci nach einer Ablage von Axel aus vollem Lauf den Ball neben den Pfosten drosch, eine weitere Station wäre besser gewesen. Andererseits konnte sich Marcel bei drei schnellen Angriffen auszeichnen, immer wieder schafften es die Mesos durch schnelles Umschaltspiel, die Abwehr zu überrennen und Chancen zu kreieren. Sie verwerteten dies aber nicht, ebenso wenig wie die Portos in der langen Nachspielzeit. Die spielerischen Ansätze sind gut, aber manchmal führt der Weg zum Punktgewinn nur über den Kampf und in dieser Hinsicht zeigte die Mannschaft an diesem Abend zu wenig.