FC Portugiesen Freiburg
3:1 (1:0)
PTSV Jahn Freiburg II

02. September 2023

Am Ende zählt nur das Ergebnis

Wäre, wäre Fahrradkette. Gegen einen Gegner, der eher wie eine Studententruppe aus der bunten Liga als eine Wettbewerbsmannschaft auftrat (kein Betreuer, kein Trainer) hätte es am Ende zweistellig ausgehen können. Es gelang ein mühsames 3:1, aber drei Punkte stehen auf dem Habenkonto und für mehr Tore gibt es auch nicht mehr Punkte.

Schon nach zwei Minuten hatte Luis eine gute Gelegenheit, aber im Fallen drückte er die Hereingabe am Tor vor. Zehn Minuten später lässt er die nächste Chance liegen, in der 14. Minute kann er eine Flanke nicht verwerten. Der Torjäger hat Ladehemmung. Auch der aktuelle Torjäger Fred ließ die ersten Hochkaräter aus. Nach zwanzig Minuten sprang ein weiter Einwurf von Pascal über den Verteidiger zu Fred. Der war überrascht und konnte nur noch ein langes Bein machen, mit dem er den Ball nicht optimal traf und dieser neben dem Tor landete. Eine halbe Stunde war gespielt, als Fred eine Hereingabe aus zwei Metern über das Tor setzte. Auch wenn der Verteidiger den Schuss noch leicht abgefälscht hatte, glaubten die Zuschauer ihren Augen nicht, als der Ball die Latte touchierte und der Torjubel verstummte wieder. Bei der dritten Chance klappte es dann im dritten Anlauf. Nach einer langen Flanke nahm Fred den Ball herunter, während die Gäste reklamierten, der Ball sei schon im Aus gewesen vor der Flanke. Erst schoss Fred den Torwart an. Den Abpraller konnte er auch nicht am Torwart vorbeibringen, dann aber legte er sich den Ball auf den anderen Fuß und schob überlegt ein (38.). Nach dem Anstoß der Gäste und der Balleroberung die nächste gute Gelegenheit, als Ricci nach vorne marschierte und den Ball scharf nach innen brachte. Aber Luis grätschte den Ball am Pfosten vorbei. So blieb es bei der knappen Führung zur Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Portos wieder mehr Ballbesitz, aber die Chancen waren nicht mehr in der Zahl und Qualität vorhanden. Die Gäste trauten sich mehr zu und starteten den immer wieder Angriffe, die die Unsicherheit in der Abwehr entblößten. Und so kam der Ausgleichstreffer zehn Minuten nach dem Wechsel auch nicht ganz überraschend. Der erste Ball Richtung Tor von Marcel wird abgewehrt, landet aber wieder beim PTSV. Ein Stürmer wird in der Mitte des Sechzehners angespielt, kann sich um den Verteidiger drehen und flach einschießen zum 1:1 (55.). Schon machte sich Unsicherheit auf dem Platz und den spärlich besetzten Rängen (Spiel auf dem Grasrasen I) bemerkbar. Nach etwas mehr als einer Stunde traf dann aber ein weiterer Torjäger, der bisher nicht so treffsicher war. Der Schiedsrichter, der bei den hohen Temperaturen sein Laufpensum dosierte, gab Freistoß am Sechzehner für die Portos. Tor(wart)experte Quim sah vom Grill aus, dass der Torwart hinter der Mauer den Ball nicht sehen konnte und meinte: „Schieß` ihn einfach in die Torwartecke.“ Auch ohne es gehört zu haben, machte Pascal genau das. Der Ball war nicht einmal direkt neben dem Pfosten platziert, aber eben zu spät für den Torwart zu sehen: 2:1 (63.). Nun erarbeiteten sich die Roten wieder mehr Chancen, aber vor dem Tor fehlte die Cleverness oder der letzte Pass kam nicht an. Oder der Mut zum eigenen Abschluss fehlte. Als sich Ricci in der 80. Minute dann ein Herz fasste und den Ball zum 3:1 ins Tor drosch, schien der Drops gelutscht. Aber wir wären nicht die Portugiesen, wenn wir nicht noch für einen Spannungsmoment gesorgt hätten: Unmittelbar nach seiner Einwechslung legte Niegi für eine Angreifer auf, der auf Marcel zulief und abzog, aber Marcel konnte den Ball bravourös zur Ecke ablenken. Als diese überstanden war, pfiff der Schiri auch bald ab, so dass sich keine Zitterpartie mehr entwickeln konnte.

Die Zweite wartete vergeblich auf den Gegner. Ohne sich zu melden, traten die Postler nicht an, die Mannschaft ist inzwischen wohl nicht mehr im Wettbewerb. Insofern war es nicht einmal ein Geschenk zu Paulos Geburtstag. Er hätte sicher anders geplant, hätte er vom Nichtantritt gewusst. Glückwunsch zum Geburtstag.